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Ausgabe 4, Januar 2022

Kahlschlag für Höchstspannungsleitungen. Hat auch Deutschland Bolsonaros?

Welcher Widerspruch: Ökostrom Leitungen werden im waldarmen Münsterland durch Waldgebiete verlegt.

Schadensbild der kilometerlangen Trasse
zwischen Steinfurt und Metelen

Bäume sind CO₂-Senker. Im 400 Seiten langen Beschluss für den Verlauf einer Amprion-Höchstspannungsleitung, findet sich kein Hinweis zur Anzahl der gefällten Bäume, um Rückschlüsse auf einen negativen CO₂-Effekt ziehen zu können.

Dies ist für mich der Beweis, dass bei dem gesetzlich vorgeschriebenen Abwägungsprozess für eine Trassenführung der Klimaaspekt ausgeklammert wurde. Damit fehlt ein schwerwiegender Aspekt für die richtige Wahl des Stromtrassenverlaufs. Andere Aspekte erhalten so ein höheres Gewicht. Hierzu gehören Wirtschaftlichkeit, Besitzrechte, Gewohnheitsrechte, Naturschutz, Individualrecht und so weiter.


Haushohe Stapel an CO₂-Senkern.
Ein Geschäftsmodell für die Waldbesitzer?

Im Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung vom 30.09.2020 finden wir zum Thema Klima lediglich den Hinweis, dass Baufahrzeuge und Maschinen während der Bauzeit Emissionen erzeugen, mehr nicht!

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Der Klimaschutz hätte schon bei der ersten Planungsphase berücksichtigt und in seiner Bedeutung hervorgehoben werden müssen. Der Leitungsverlauf hätte über Freiland geführt werden können oder als Erdkabel verlaufen müssen. Zeitgemäßes Denken muss in Genehmigungsverfahren und Gesetzen zu erkennen sein, wenn Transformation gelingen soll.

Wo lassen wir denken?

Der von Metelen beantragte Trassenverlauf würde dreimal soviel Klimawald zerstören. Das von Metelen eingeleitete Klageverfahren (geschätzte ca. 40.000 €) ist so hoffnungslos, dass Amprion bereits mit der Rodung und den Bauarbeiten begonnen hat!

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